Logo Marius Högger

Universität Zürich

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Computation and Economics Research Group

1.1.2021 - 30.4.2022Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Research Engineer)

Nach Abschluss meines Masterstudiums war ich von Januar 2021 bis April 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der «Computation and Economics Research Group» von Prof. Dr. Sven Seuken an der Universität Zürich tätig. Den Schwerpunkt bildete die Phase von Mai bis Oktober 2021, in der ich nach Abgabe meiner Masterarbeit als Vollzeit-Forschungsingenieur an der Gruppe weitergearbeitet habe.

Forschung an neuronalen Netzwerken und Bayes'scher Optimierung

Mein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Anwendung neuronaler Netzwerke für Optimierungsprobleme, insbesondere im Umfeld der Bayes'schen Optimierung mit modellbasierten Unsicherheitsabschätzungen. Dabei konnte ich an meine Masterarbeit «Bayesian Optimization with Uncertainty Bounds for Neural Networks» direkt anschliessen und meine Ergebnisse in einen grösseren Forschungskontext einbringen. In den Acknowledgements der Publikation «NOMU: Neural Optimization-based Model Uncertainty» bin ich namentlich erwähnt.

Codebasis-Refactoring von funktional zu objektorientiert

Ein wesentlicher Beitrag bestand darin, die historisch gewachsene Forschungs-Codebasis behutsam von einem stark funktionalen Stil hin zu einer objektorientierten Architektur zu überführen. Über Strategy-Pattern, klare Interfaces und sauber abgegrenzte Komponenten wurde der Code für die weitere Forschung deutlich besser wartbar, testbar und erweiterbar, ohne die etablierten Experimente zu brechen.

Reproduzierbare Experiment-Pipeline auf Slurm

Parallel habe ich eine reproduzierbare Experiment-Pipeline auf einem Slurm-CPU-Cluster aufgebaut. Damit liessen sich Hyperparameter-Sweeps, Vergleichsläufe und Ablation Studies systematisch in der Warteschlange einplanen, automatisiert auswerten und sauber versioniert ablegen. Eingesetzte Werkzeuge waren primär Python, scipy, TensorFlow, Keras und Git.

Übergang in die Industrie

Die Zeit an der UZH hat mein Verständnis für sauber strukturierte Forschungs-Software sowie für den Einsatz neuronaler Netzwerke in realen Optimierungsproblemen geprägt. Anschliessend habe ich mich entschieden, diese Erfahrung in der Industrie weiter zu vertiefen.