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papaircraft.ch

Online-Galerie für meine Papierflieger-Kunst

seit 3.6.2026Live seit 3.6.2026Konzept, Design, Entwicklung, Inhalt, Kunst

Ausgangslage

Papierflieger begleiten mich seit der Kindheit, von der Maturaarbeit über die Physik des Papierflugs bis zu vier Teilnahmen an Red Bull Paper Wings. Daraus ist eine Serie von Wandobjekten entstanden: immer dieselbe Silhouette, jedes Mal aus anderen Materialien, von Leder und Zahnrädern über Filz und Sonnenblumenkerne bis zu Schmetterlingen und Treibholz. Für diese Objekte fehlte ein Ort, an dem man sie ansehen, ausleihen oder kaufen kann.

Die Website

Eine Galerie, keine Verkaufsseite. Das Design ist bewusst zurückhaltend: weisser Hintergrund wie die Wand, an der die Bilder hängen, neutrale Schrift, wenige Elemente pro Bildschirm. Laut sind nur die Objekte. Jedes Objekt hat eine eigene Seite mit Materialien, Techniken, Format und Gewicht, dazu ein dezentes «Angebot machen» statt eines Kaufknopfs. Eine Seite «Ausstellungen» richtet sich an Restaurants, Galerien und öffentliche Räume, die ein Objekt zeigen möchten.

Technisch ist das eine statische Nuxt-Seite auf GitHub Pages: jedes Objekt eine Markdown-Datei, Bilder optimiert über Nuxt Image, Deutsch und Englisch. Das Kontaktformular nutzt dasselbe kleine Backend wie meine persönliche Website.

KI im Arbeitsablauf

Gebaut habe ich die Seite mit Claude Code, und auch hier steckt die Arbeit vor allem in den Leitplanken:

  • Vorgaben statt Nachbessern: Vision, Zielgruppe, Ton und Designprinzipien stehen in CLAUDE.md und einem eigenen Design-Dokument. Neue Seiten und Texte entstehen gegen diese Vorgaben, nicht gegen mein Gedächtnis.
  • Hooks als Stilprüfung: Ein Hook blockiert jeden Schreibvorgang, der einen Gedankenstrich mit Leerzeichen in die Inhalte bringen würde, weil er Texte schnell nach KI klingen lässt. Ein zweiter formatiert jede Markdown-Datei nach dem Bearbeiten automatisch. Die Regeln greifen, bevor ich überhaupt hinschauen muss.
  • Auffindbarkeit in Phasen: Aus einer Keyword-Recherche entstand ein Phasenplan, der Schritt für Schritt umgesetzt wurde: Sitemap mit Sprachvarianten, llms.txt für KI-Assistenten, Metadaten pro Seite, strukturierte Daten, die jedes Objekt als Kunstwerk mit Material und Format beschreiben, und Alt-Texte, die das Material nennen.

Zeitlicher Ablauf

Die Seite ging am 3. Juni 2026 live. Mitte Juni kamen die Seite «Ausstellungen» mit Kontaktformular und die Arbeit an der Auffindbarkeit dazu. Seither wächst die Galerie mit jedem neuen Objekt, das als einzelne Markdown-Datei hinzukommt.

Was ich gelernt habe

Bei einer Kunst-Website ist die schwierigste Entscheidung, was man weglässt. Und ein Hook, der eine Regel durchsetzt, ist zuverlässiger als dieselbe Regel in einem Prompt.